Heute am 27. Juni 2021 feiern wir Konfirmation. Wir wünschen unseren Konfirmanden Gottes Segen und einen richtig guten Tag

Gottesdienst 29.6.2014, 2. nach Trinitatis

 

Votum - Begrüßung – Wochenspruch aus Matthäus 11,28 - Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.

 

Lied: EG 317, 1.2.4 - Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren, meine geliebete Seele, das ist mein Begehren. Kommet zu hauf, Psalter und Harfe, wacht auf, lasset den Lobgesang hören!

Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefällt; hast du nicht dieses verspüret?

Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet. Denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet.

 

W 719 Psalm 36

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.

Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes und dein Recht wie die große Tiefe.

Herr, du hilfst Menschen und Tieren.

Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!

Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,

und in deinem Lichte sehen wir das Licht.

Alle: Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

 

Gebet zum Eingang - Stilles Gebet

 

Schriftlesung: Lukas 14, (15) 16-24

 

Lied: EG 225 – Refrain: Komm sag es allen weiter, ruf es in jedes Haus hinein! Komm sag es allen weiter: Gott selber lädt uns ein.

Sein Haus hat offene Türen. Er ruft uns in Geduld. Will alle zu sich führen, auch die mit Not und Schuld.

Zu jedem will er kommen, will allen nahe sein. Und wer ihn aufgenommen, wird selber Bote sein.

 

Predigt nach 1. Korintherbrief 9,16-23

Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber darum, dass ihr prophetisch redet! Denn wer in Zungen redet, der redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott; denn niemand versteht ihn: im Geist redet er Geheimnisse. Wer aber prophetisch redet, der redet zu Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung. Wer in Zungen redet, der erbaut sich selbst; wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde. Ich möchte, dass ihr alle in Zungen reden könnt; aber noch viel mehr, dass ihr prophetisch redet. Denn wer prophetisch redet, ist größer als der, der in Zungen redet; es sei denn, er legt es auch aus, auf dass die Gemeinde erbaut werde. Nun aber, Brüder und Schwestern, wenn ich zu euch käme und redete in Zungen, was würde ich euch nützen, wenn ich nicht mit euch redete in Worten der Offenbarung oder der Erkenntnis oder der Prophetie oder der Lehre? So verhält es sich auch mit leblosen Instrumenten, es sei eine Flöte oder eine Harfe: Wenn sie nicht unterschiedliche Töne von sich geben, wie kann man erkennen, was auf der Flöte oder auf der Harfe gespielt wird? Und wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zur Schlacht rüsten? So auch ihr: Wenn ihr in Zungen redet und nicht mit deutlichen Worten, wie kann man wissen, was gemeint ist? Ihr werdet in den Wind reden. Es gibt vielerlei Sprachen in der Welt, und nichts ist ohne Sprache. Wenn ich nun die Bedeutung der Sprache nicht kenne, werde ich ein Fremder sein für den, der redet, und der redet, wird für mich ein Fremder sein. So auch ihr: Da ihr euch bemüht um die Gaben des Geistes, so trachtet danach, dass ihr sie im Überfluss habt und so die Gemeinde erbaut.

 

Wie macht sich Gott verständlich?

 

Gott spricht zu uns dreifach: Als Schöpfer und Vater, in Jesus Christus und durch den Heiligen Geist.

 

1. Gott spricht zu uns in der Schöpfung und der Geschichte Israels

Es ist die Sprache der Natur, die durch einen lauen Sommerabend ebenso zu uns spricht wie durch das Abbrechen der Eisberge in der Arktis. Und wer sagt, Natur kann doch nicht sprechen, der hat sich noch nie über ein neu geborenes Schäfchen gefreut oder über das Verschwinden der Vögel getrauert. So viel kann die Natur uns sagen. Doch natürlich brauchen wir auch Ohren um das, was sie erzählt, zu hören.

Und in der Geschichte Israels hat er uns über die ganzen vielen Geschichten des Erfolgs und des häufigen Versagens klar gemacht: Ich fordere euch zum Guten heraus, ich freue mich über Erfolge, aber ich begleite euch auch im Versagen, zusammengefasst: Ich bleibe euch treu.

Die Geschichte Israels ist mit seinen nicht einfachen Glaubenserfahrungen eine einzige Geschichte des Trostes und der Ermutigung.

So viel kann sie uns sagen. Doch es braucht auch Menschen, die das verständlich tun.

 

2. Gott spricht in Jesus Christus. Da spricht das Kreuz zu uns. Da spricht das Licht zu uns, das von Jesus ausging.

Er hat ja einmal von sich gesagt: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Kann denn das Licht sprechen? Ja! Es spricht in der Kerze zur Taufe oder zur Konfirmation. Es spricht in dem Morgenlicht oder im Sonnenuntergang. Es spricht im Lächeln des Gegenübers.  Es spricht in Geschichten, wo Menschen sich vergeben haben.

Auch da müssen es nicht immer Worte sein.

Es kann ein gemeinsames Hinwenden zu dem Licht, das in Jesus Christus in die Welt gekommen ist, sein. Es kann ein Händedruck sein.

Jesus Christus spricht überall, wo es hell wird zwischen Menschen; doch es ist klar, dass das auch erzählt werden muss und es braucht Ohren, die das hören und verstehen.

 

3. Gott spricht im Heiligen Geist, der jeden Menschen auf der ganzen Welt ganz still für sich selber trösten und beleben kann.

Das ist etwas ganz Intimes, was im Geist, wenn er zu uns spricht, geschieht; denn er spricht zu uns in Träumen und in Engeln. Er spricht im Wehen des Windes wie auch für uns im Himmel vor Gott von all dem, worunter wir leiden. Und alles Zungenreden kann dieses Sprechen zu uns und für uns nicht annäherungsweise ausdrücken.

 

Wenn Gott sich so verständlich macht – sollen wir es ihm nicht einfach versuchen nachzumachen – nicht nur mit charismatischem Zungen- oder mit prophetisch erklärendem Reden?

 

1. Wir können durch einen Blumenstrauß oder einen Ausflug in Gottes Natur, durch Bewahrung der Schöpfung, durch Ermahnung und Korrektur des Lebens und durch viel Gottvertrauen Gott selbst sprechen lassen.

 

2. Wir können durch Diakonie, durch Heilen, durch Lehren, durch Singen, Beten und durch viel Vergebung Jesus Christus selbst sprechen lassen.

 

3. Wir können durch Rückzug auf uns selbst in der Stille Gottes Geist selbst sprechen lassen – im Schlaf, in Träumen und im Wissen darum, dass er unsere Anliegen vor Gott zur Sprache bringt, wenn wir schon längst verstummt sind.

 

Wo Gott selbst spricht, wird eine Sprache gesprochen, die alle verstehen können – manchmal ganz ohne Worte aber mitten in das hinein, was uns gerade beschäftigt.

Schön, dass Gott so vielfältig spricht. Schön, dass wir aus dem, was er zu sagen hat, immer schöpfen können wie aus einer nie versiegenden Quelle heraus.

 

Lied: NL 66 – Refrain: Leben aus der Quelle, leben nur aus dir, leben aus der Quelle des Lebens. (2x)

 

1. Und du erforscht mich, veränderst mein Denken, nur noch aus dir will ich leben, oh Herr. (2x)

2. Hilfst mir zu schweigen und auf dich zu warten, nur noch aus dir will ich leben, oh Herr. (2x)

 

Dank- und Fürbittgebet - Vaterunser

 

Lied: EG 171, 1-4 – 1. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns auf unsern Wegen.

II: Sei Quelle und Brot in Wüstennot, sei um uns mit deinem Segen. :II

2. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns in allem Leiden. II: Voll Wärme und Licht im Angesicht, sei nahe in schweren Zeiten. :II

3. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns vor allem Bösen. II: Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft, sei in uns, uns zu erlösen. :II

4. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns durch deinen Segen. II: Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt, sei um uns auf unsern Wegen. :II

 

Bekanntgaben

 

Segen

 

Musikalischer Ausklang

Liebe Gottesdienstinteressierte,

Der Gottesdienst ist über Telefon zu verfolgen.

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Der Gottesdienst steht im Ganzen mit Liedtexten und Predigt auf dieser Homepage.

Wer sich über ZOOM (Videokonferenz) zuschalten möchte, kann dies über folgenden Zugangslink tun: https://us02web.zoom.us/j/3215220473

Für den  Kirchengemeinderat Kniebis
Pfr. Stefan Itzek

Aphorismen zum Thema Gebet

Beten – Gebet – Aphorismen

 

Die Macht des Gebetes liegt in der Ruhe, die nach ihm auf unser Inneres sich breitet. - Karl Ferdinand Gutzkow, (1811 - 1878), deutscher Schriftsteller

 

"Gebete werden nach dem Gewicht und nicht nach der Länge gemessen." - Charles Haddon Spurgeon, (1834 - 1892), englischer Theologe

 

Betet füreinander! Mit treuem Beten werden wir alles überwinden. - Huldrych (Ulrich) Zwingli, Schweizer Theologe, ab 1522 Reformator

 

Leidet jemand unter euch, so bete er, geht es ihm wohl, so singe er Loblieder. - Jakobus 5.13

 

Das Gebet ist eine Himmelsleiter. Auf steigt das Gebet und herab steigt Gottes Erbarmen. - Augustinus Aurelius, (354 - 430), Bischof von Hippo

 

Man sollte nur immer um Kraft beten. - Walter Flex, (1887 - 1917), deutscher Dichter der Jugendbewegung

 

Lieber Gott, nimm alle bösen Menschen in den Himmel, damit wir Frieden haben auf der Welt. - Gebet eines Kindes beim Ausbruch des Libanon-Krieges

 

Die Sehnsucht betet stets, auch wenn die Zunge schweigt. Wann schläft das Gebet ein? Wenn die Sehnsucht erkaltet. - Augustinus Aurelius, (354 - 430), Bischof von Hippo

 

Indem wir Gott um Hilfe bitten, lernen wir diese Hilfe finden. - Jean-Jacques Rousseau, (1712 - 1778)

 

Frage an einen enttäuschten Beter: Warum wird Gott so selten erhört? - Beat Rink, (*1957), Schweizer Theologe und Aphoristiker

 

Kürzer sind die Gebete im Bett. Aber inniger. - Rainer Maria Rilke, (1875 - 1926), österreichischer Lyriker

 

Das Gebet ersetzt keine Tat, aber es ist die Tat, die nicht ersetzt werden kann. - Dietrich Bonhoeffer, (1906 - 1945), evangelischer Widerstandskämpfer im Dritten Reich, am 9.4.1945 in Flossenbürg hingerichtet

 

Das auswendig gelernte Gebet aus der Kindheit liegt, einem umgewechselten Geldstück gleich, oft lange … in der Seele des Menschen, bis ein Moment es ihn verstehen lehrt und er sich plötzlich im Besitz eines Schatzes sieht, der alle Not des Augenblicks beendet. - Julie Burow, (1806 - 1868), deutsche Schriftstellerin

 

Das Gebet macht uns zu Freunden Gottes. - Thomas von Aquin, (1224 - 1274), Dominikanerpater

 

Das Gebet ist die Tür aus dem Gefängnis unserer Sorge. - Helmut Gollwitzer, (1908 - 2000), evangelischer Theologe

 

Wer nicht am Morgen betet, ist arm den ganzen Tag. - Alter Spruch

 

Gebet besteht nicht in dem Bemühen Gott zu erreichen, sondern darin, unsere Augen zu öffnen und zu erkennen, dass wir schon bei ihm sind. - Thomas Merton, (1915 - 1968), Trappistenmönch

 

Bete und arbeite! Gott ist anwesend ohne Verzug. - Ora et labora, deus adest sine mora. - Quelle : Wahlspruch der Benediktiner

 

Im Gebet lösen sich nicht alle Probleme, aber im Gebet löse ich mich von allen Problemen. - Unbekannt

 

Bete, als hülfe kein Arbeiten. Arbeite als hülfe kein Beten. - Deutsches Sprichwort

 

Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet. - Römer 12.12

 

Wer des Herrn Namen anrufen wird, der soll errettet werden. - Joel 3.5

 

Gebet bewegt den Arm Gottes. - Unbekannt

 

Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten. - Matthäus 6.6

 

Und alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, so werdet ihr's empfangen. Matthäus 21.22

 

Fürbitten heißt: jemanden einen Engel senden. - Martin Luther, (1483 - 1546), deutscher Theologe

 

Die besten Gebete bestehen mehr aus Seufzern als aus Worten. - John Bunyan, (1628 - 1688)

 

Gebet des Sportlers: "Herr, wenn ich siege, gib mir die Demut, nicht damit zu prahlen. Wenn ich verliere, gib mir den Anstand, nicht nach Ausflüchten zu suchen." -  Quelle : »Prayers of Hope«

 

Das Gebet ändert nicht Gott, sondern den Betenden. - Søren Aabye Kierkegaard, (1813 - 1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller